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Warum ist Star Wars Battlefront 2 ein großer Misserfolg?

Der erste Teil des Spiels, Star Wars Battlefront, hatte einen großen kommerziellen Erfolg erzielt. Die EA hatten es geschafft, die berühmten Star Wars Charaktere zu den besten Charakteren außerhalb des Filmes zu produzieren und gepaart mit dem spannenden Spielablauf bekam der Spieler das Gefühl, er sei ein echter Teilnehmer am Spielgeschehen. Obwohl das Spiel meisterhaft entwickelt wurde, mangelte es am Inhalt. Zu viele Karten, Herausforderungen und unterschiedliche Spielmodi, und fast kein Single-Player-Mode. Das Ziel mit den Star Wars Battlefront 2 war, ein Spiel auf dem gleichen Niveau zu schaffen, nur mit mehr Inhalt.

Die EA scheinen jedoch „mehr Inhalt“ mit „mehr Geld“ verwechselt zu haben. Es steht fest, dass die EA ein Unternehmen ist, das Geld verdienen muss, um zu überleben, aber haben sie es dieses Mal zu weit getrieben?

Loot Boxes

Das meist Kritisierte am Spiel ist das neue System der Vorwärtsbewegung, das direkt mit echtem Geld zusammenhängt. Erstens ist das Microtransactions-System mit dem Ziel entwickelt worden, dass es am Ende des Spieles, auf individueller Leistung beruhend, belohnt wird. Das scheint die EA bei diesem Spiel nicht wirklich so einzusetzen – sie haben sich nämlich dafür entschieden, jeden Spieler mit der gleichen Anzahl an Punkten zu belohnen, was jegliche Belohnung aufgrund der persönlichen Leistung und Fähigkeit außen vor lässt. So bekommt jemand, der die ganze Zeit weg vom Computer war, die gleiche Anzahl an Punkten wie der beste Spieler im Spiel.

Der eigentliche Haken liegt aber darin, dass die Spieler sich Loot Boxes oder den verschlossenen Inhalt kaufen können – und zwar mit echtem Geld. Die Loot Boxes dienen in diesem Fall als Ersatz für die Fortschritte oder für die Inhalte, die in einem XP Spiel freigegeben und schon in den Spiel integriert wären. So wird Star Wars Battlefront 2 zu einem pay-to-win Spiel.

Außerdem befinden sich auch die meist begehrten Teile des Spiels hinter verschlossenen Paywalls. Wenn Sie also in die Rolle des Luke Skywalker oder Darth Vader einschlüpfen möchten, müssen Sie dafür 120,000 Credits zahlen, was einem Aufwand von 80 Spielstunden gleicht. Um die Credits dafür beiseite lassen zu können, müssen Sie inzwischen mit Ihrem eigenen Geld weitere Teile des Spiels aufschließen.

Was passiert, wenn Sie keine Loot Boxes kaufen möchten?

Auch diese Möglichkeit gibt es natürlich. Die Upgrades nennen sich die Star Cards. Sie sind eigentlich Bonusse, die die Kampffähigkeiten Ihres Charakters deutlich verbessern. Wenn Sie Ihr Geld nicht vergeuden möchten, können Star Cards mithilfe von Credits erworben werden. Je mehr Star Cards man hat, auf desto höheres Niveau steigt man. In Praxis sieht dies ziemlich schlecht aus. Die ersten Kämpfe müssen Sie als ein Schwächling durchziehen, weil Sie noch über keine Star Cards verfügen. So ist Ihr Erfolg direkt davon abhängig, wie gut andere sind – und sie sind meistens besser. Der Weg zu einem Upgrade ist somit langwierig und mühsam. Sie können sich schon vorstellen, wie das Ganze dann abläuft. Mit vielen anderen ähnlichen Prozessen wurde das Spiel absichtlich so designiert, dass Sie Ihr Geld geben.

Wird die EA nach diesem Misserfolg je einen richtigen Comeback machen können?

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